John Saul: Die Blackstone Chroniken
29. August 2011 von admin
Manchmal muss auch bei mir trivialer Horrorschmöker her. Bloß so zur Unterhaltung, ohne viel Erwartungen. Also griff ich neulich mal wieder zu John Sauls Blackstone Chroniken. Vor Jahren hatte ich die schonmal gelesen und erinnere mich daran, dass mir die Bücher (naja, Heftchen ;)) damals gut gefallen haben.
Hier ein kleines Review:
Die Blackstone Chroniken von John Saul erschienen, ähnlich wie Stephen Kings The Green Mile, in sechs Teilen. Monatlich erschien ein Teil mit einem Umfang von etwa 120 Seiten., also jeweils eine ziemlich überschaubare Geschichte.
Alle Geschichte laufen nach dem selben Schema ab: Jemand bekommt von Unbekannt ein Geschenk, daraufhin geschehen schreckliche Dinge mit dem Empfänger. Nicht alle sterben, aber alle werden (teilweise schwer) verletzt. Es entstehen Gerüchte, wonach die Geschenke etwas mit der leerstehenden Irrenanstalt im beschaulichen Blackstone zu tun haben.
Die Irrenanstalt und der Nachfahre des Besitzers, Oliver Metcalf, spielen in allen Geschichten eine mal mehr, mal weniger große Rolle. Man ahnt schon sehr früh, dass es mit Oliver mehr auf sich hat, als der Autor einem verrät.
Vor jeder Geschichte wird etwas über das jeweilige Geschenk, welches erst noch zu seinem neuen Besitzer gebracht wird, erzählt. Im Prinzip läuft also jede Geschichte nach dem selben Prinzip ab: Jemand erhält ein Geschenk und ihm stößt dann etwas Schlimmes zu. Klingt erstmal langweilig und ist sicherlich nicht super anspruchsvoll, aber es unterhält. Und mehr soll es nicht.
Was mich jedoch (mal wieder) enttäuscht ist das Ende: Es wirkt einfach nicht stimmig und einfach hingeklatscht.
Wie vermutet steckt nämlich Oliver dahinter, der damit wohl seine schlimme Kindheit/den Tod seiner Schwester unterbewusst verarbeitet. Er selbst merkt erst sehr spät, dass er der Übertäter ist.
Trotz allem nimmt ihm keiner seine Taten (explizit hat er ja nur Geschenke verteilt) übel und alles geht weiter wie immer. Hä? Naja…
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